Mai-Gedicht von Klaus Nussbaum

Im wunderbaren Mai,

da ist die Zeit vorbei,

wo Wind und Regen dich umwehen,

nun kannst du endlich im Freien leben.

 

O Mensch, genieße diese Zeit,

da Blumen und Bäume blühen weit und breit.

Erfreue dich der ganzen Pracht,

vor allem, wenn die Sonne vom Himmel lacht.

 

Der Flieder blüht so schön jedes Jahr,

die Rosen, die sind auch schon da.

Bäume und Sträucher sind am grünen

und alles fängt jetzt an zu blühen.

 

Es erwacht auch im Mai

die Liebe wieder neu.

Der Wonnemonat macht,

dass jedes Herze wieder lacht.

 

© Heimatdichter K. Nussbaum, D 79211 Denzlingen (05/2013)

Auch als PDF-Download verfügbar:

Im wunderbaren Mai

Der 1. Mai 2020 – Ein Tag ohne große öffentliche Feiern des DGB

Seit dem 13. Oktober 1949 gibt es den Zusammenschluss von Einzelgewerkschaften zum DGB. Dies gibt Anlass, auf die deutsche Gewerkschaftsbewegung ein wenig zurück zu schauen.

Die erste Gewerkschaft in Deutschland, der Nationale Buchdrucker Verein, wurde im Juli 1848 gegründet. Sie forderte den Schutz vor sozialem Abstieg und sinkenden Löhnen ihrer Mitglieder. Ende August 1848 rief der Schriftsetzer Stephan Born das Berliner „Zentralkomitee für Arbeiter“ aus, die erste deutsche Massenbewegung der Arbeiter. Handwerksgesellen, Facharbeiter und Meister, sie alle schlossen sich der Bewegung an. Ihre zentrale Forderung: Den 10-Stunden-Tag gesetzlich festlegen.

Kampf gegen den Staat

Ab diesem Zeitpunkt ist die Geschichte der Gewerkschaften vom steten Kampf mit den Arbeitgebern oder dem Staat geprägt. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Staat – angeführt vom Adel, dem Militär und der reichen Bürgerschicht – die wenigen Rechte der Arbeiter wieder einzuschränken. Gewerkschaften wie die Zigarettenarbeiter-Assoziation wurden verboten, ihre Anführer politisch verfolgt. In den 1850er Jahre wurden außerdem die Arbeiterkassen- und Unterstützungseinrichtungen abgeschafft und durch staatlich kontrollierte Versicherungen ersetzt.

Die Arbeiterbewegung ließ sich von diesen Maßnahmen nur kurz bremsen. In der Folge setzte sie höhere Löhne durch und sorgte für bessere Arbeitsbedingungen. Einen Einschnitt für die Gewerkschaften bedeutete die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Denn Gewerkschaften passten nicht in das ideologische Weltbild der Nazis. Schon im Mai 1933 lösten sie die freien Gewerkschaften auf und gründeten stattdessen die “Deutsche Arbeitsfront“, die sie selbst kontrollierten und durch die sie die Arbeiterschaft überwachen konnten.

Nach der Niederlage der Nationalsozialisten ließen die Alliierten in Westdeutschland die Gewerkschaften bereits ein Jahr nach Kriegsende wieder zu – wenn auch zunächst unter Auflagen. 1949 gründete sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), in dem heute alle großen Gewerkschaften gemeinsam organisiert sind. Er hatte damals wie heute rund sechs Millionen Mitglieder. Parallel dazu gründete sich in Ostdeutschland der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB). Im Gegensatz zum DGB hatte er nicht die Absicht, Interessen gegen die Arbeitgeber durchzusetzen, sondern akzeptierte das sozialistische System der DDR. Seine hauptamtlichen Funktionäre waren in den Leitungen der Betriebe präsent. Ihre Aufgabe bestand darin, die Politik der SED zu popularisieren und bei den Beschäftigten durchzusetzen.

Fusionen nach der Wiedervereinigung

Nach der Wiedervereinigung fusionierten viele Gewerkschaften. Den größten Zusammenschluss gab es im Jahr 2001: Die fünf Gewerkschaften Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Deutsche Postgewerkschaft (DPG), Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV), IG Medien sowie der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) bildeten die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Mehr als 1.000 Berufe mussten auf 13 verschiedene Fachbereiche verteilt werden. Damals löste ver.di die IG Metall als größte deutsche Einzelgewerkschaft ab.

Heute zählt der DGB rund 6 Millionen Mitglieder, aufgeteilt in acht Einzelgewerkschaften.

Erster Vorsitzender war Hans Böckler, Mitglied der Soziaöldemokratischen Partei Deutschlands.

 Die Forderungen des DGB zum 1. Mai 2020 lauten:

In Zeiten von Corona steht der Schutz der Menschen im Vordergrund. Die Gesundheit muss in diesen Zeiten allen anderen Interessen untergeordnet sein. Durch die Corona-Krise sind viele Menschen unverschuldet in eine Notlage gekommen, hier fordern wir die Anhebung des Kurzarbeitergeldes und die Einführung eines Härtefallfonds wie er jetzt in Düsseldorf von der Politik vorangetrieben wird.

Wir müssen mit allen Mitteln verhindern, dass durch diese Krise die Spaltung unsere Gesellschaft weiter voranschreitet. Deshalb kämpfen wir auch um jeden Arbeitsplatz, der jetzt auf der Kippe steht. Diese Zeit zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass wir solidarisch zusammenstehen. Sie zeigt aber auch sehr deutlich, dass diejenigen, die momentan am wichtigsten sind, am schlechtesten bezahlt werden. Deshalb fordern wir eine gerechte Bezahlung und einen modernen Personalschlüssel in der Pflege und Krankenversorgung. Und wir müssen darüber nachdenken, wer die immensen Kosten und Risiken der Corona- Krise zahlt. Dies kann nicht nur allein auf dem Rücken der einfachen Steuerzahler/innen erfolgen. Hier müssen dringend Konzepte einer gerechten Verteilung erarbeitet werden.

 

Schrifttum: Aus Schule und Wirtschaft wikipedia

Sowie Auszüge aus dem Programm des DGB und seiner Gliederungen

 

Zusammenstellung Klaus- D. Nussbaum, Denzlingen

Corona-Gedicht von Klaus Nussbaum

Corona-Virus -Geisel der Menschheit

Nun hat es die ganze Welt rundum erreicht.

Ein Virus, das sich kaum stoppen lässt!

Erst China, Südostasien nur,

dann Europa und in alle Welt,

hat es sich inzwischen eingestellt.

 

Millionen sind infiziert, viele Tausende Todesfälle man notiert.

Geblieben ist der Ruf nach Medizin

und einem Impfstoff für Alle,

doch es dauert noch Wochen oder Monate

in diesem gar zu schrecklichen Falle.

 

Schulen, Kitas, Universitäten, Sportstätten,

Firmen, Freizeitparks, Seniorenzentren,

Gaststätten und Hotels mussten schließen.

Es sind nur die notwendigsten Betriebe offen geblieben.

 

Ärzte, Pflegepersonal, Krankenhäuser, Seniorenzentren, Rehakliniken,  Apotheken, übernehmen die Fürsorge

jetzt für die Erkrankten.

Geöffnet sind der Lebensmittelhandel, die Post und auch Banken.

Rettungsdienste, Polizei, die Feuerwehren

und auch viele Mitbürger jetzt die Betreuung und Versorgung für ihre Nachbarn übernehmen.

 

Der Staat plötzlich viele Milliarden

für die Not vor Ort

an Gelder zur Verfügung stellte.

Doch fehlt es immer noch weiterhin an Atemmasken, Beatmungsgeräten und  Schutzkleidung überall.

Sie zu besorgen und einzusetzen, gilt es jetzt auf jeden Fall.

 

Die Zusammenkünfte wurden reduziert,

man nicht mehr in Gruppen promeniert.

Allein, zu zweit oder mit der engsten Familie

man nun noch spazieren geht.

Die Oma und den Opa man sei einigen Wochen

nicht mehr persönlich sieht.

 

Jetzt muss die Technik an den Mann,

die Frau heran.

Mit Apps, Handys, Telefon man sich noch aus der Ferne verständigen kann.

Und dieses Jahr Ostern  ach herrje,

war auch kein Besuch meist mehr drin.

Zuhause bleiben heißt die Devise,

vielleicht ein Spaziergang im Park

oder auf einer grünen Wiese.

 

Doch seien wir auch einmal ehrlich,

die Anordnungen bringen so

langsam etwas Mut,

dass man diese Krise irgendwann meistern tut.

 

Das, was so viele Menschen für uns alle leisten,

ob in Kliniken, in Geschäften und Märkten, der Rettung und der Polizei, sowie der allgemeinen Versorgung eben meistern.

Ihnen gehört heute unser Dank,

für ihren Einsatz und dass es uns wieder

einmal gut geht, ein Leben lang.

 

Klaus- D. Nussbaum, Denzlingen

Europäischer Heimatdichter

 

Als Heimatdichter, Schriftsteller, Freier Journalist und Verleger i. R. aufgenommen in die Landes-Bibliographie Baden-Württemberg ID-Nr.: 708502 – In den Deutschen National-Bibliotheken Leipzig und Frankfurt am Main verzeichnet – In der www.deutsche.gedichtbibliothek.de unter Neuzeitliche Gedichte, Buchstabe „N“ verzeichnet mit Poesie- und Heimatgedichten

Das Ortsgespräch – November 1983

OGNov83kleinDie erste wieder-veröffentlichte Ausgabe der Ortsvereins-Zeitung ist zwar schon 31 Jahre alt, hat aber kaum etwas von seiner Aktualität verloren. Hier kann man sehen, wie fortschrittlich die SPD-Denzlingen schon damals war – eindeutig ihrer Zeit voraus. Viele der umweltpolitischen Forderungen in dieser Ausgabe wurden später umgesetzt: Wyhl wurde nicht gebaut, alternative Energien für Kommunalbauten werden genutzt, Spielstraßen wurden eingerichtet und vieles mehr ist geschehen.

Bedauerlicherweise sind andere Vorschläge und Ideen bis heute noch nicht  in die Realität umgesetzt worden. Die Frage der Verkehrsberuhigung ist heute in vielen Ortsteilen aktueller denn je. Blockheizkraftwerke gelten noch heute als fortschrittlich und ein umfassendes, fortschrittliches, energetisches Gesamtkonzept für neue und alte Stadtviertel wäre auch zukünftig wünschenswert. Der ein oder andere neue Fahrradweg würde auch nicht schaden. Und die Drogenproblematik ist auch nicht geringer geworden. Vielleicht ist es diesbezüglich an der Zeit, neue Lösungsansätze in Betracht zu ziehen.

Ich habe den Eindruck, dass die Partei damals näher an den Menschen dran war. Es gab eine „Disco“, was man heutzutage wohl eher als Party bezeichnen würde. An die Kinder-Flohmärkte in der Aula kann ich mich sogar noch erinnern. Ich hatte vor der Entdeckung dieses historischen Ortsgesprächs über 25 Jahre nicht daran gedacht –  eine unglaublich schöne Kindheitserinnerung. Wir müssen als Partei wieder enger mit allen gesellschaftlichen Gruppen in Kontakt treten, um noch mehr als bisher,  Politik in ihrem Sinne und besonders mit ihnen zu gestalten.  Der Mecker-Scheck in modernem Gewand , vielleicht in Form eines dauerhaften Aushangs mit QR-Code wäre doch mal, als erster Schritt, eine Überlegung wert.

Viel Spass bei der Lektüre !

Hier gehts zur PDF-Datei der Ausgabe November 1983 : Ortsgespäch Nov1983

Zitat

Wir sind alle irgendwo Ausländer…

von Klaus Nussbaum

Ob beim Urlaub im Ausland, dem Besuch von Partnergemeinden, dem Sport, Veranstaltungen aller Art…wir sind im betreffenden Land, wo wir uns, wenn auch nur zeitweise aufhalten, Ausländer. Und was wäre Deutschland ohne die vielen Gastarbeiter in den 60er und 70er-Jahren gewesen? Griechen, Italiener, Türken, Jugoslawen etc. haben uns beim Aufbau unseres Wirtschaftswunders unterstützt. Sie führten oft Arbeiten aus, die Deutsche nicht tun wollten. Viele sind geblieben, andere haben zuhause eine neue Existenz aufgebaut. Wo wären wir im Fußball ohne die ausländischen Spieler? Und was ist mit dem Gedanken an ein einheitliches, freies Europa? Gar die Vereinigten Staaten von Europa als Zukunftsbild? Rücken wir also mit Zureisenden, Fremden und Flüchtlingen aus Kriegsgebieten zusammen und nehmen wir sie freundschaftlich auf. Flüchtlinge aus Kriegsgebieten haben alles verloren. Sie bedürfen nicht nur unserem Mitgefühl sondern einer guten Aufnahme und Hilfe. K.N.

Video

Luftaufnahmen von Denzlingen

Video

TTIP-Vortrag von Bernd Lange,MdEP in Denzlingen

„Wenn da ein schlechtes Abkommen auf dem Tisch liegt, dann gibt es eben keine Zustimmung.“

Bernd Lange MdEP, Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments

Hier ist sein 32-minütiger TTIP-Vortrag vom 11. März 2015 im Kultur- und Bürgerhaus in Denzlingen:

Der einsame Kampf der Peschmerga

Hier ist eine sehenswerte Dokumentation über den Kampf der Kurden gegen den IS in Sindjar/Shingal im Irak:

Ein dazu passender Artikel von Anfang November 2014 :

Es gilt einen Völkermord zu stoppen

Die deutsche Waffenhilfe für die Kurden ist richtig.

Anfang August dieses Jahres weitete der IS seinen Eroberungsfeldzug auf den Distrikt Sindschar im Nord-Irak aus. Sindschar ist der arabische Name der Region, der kurdische Name lautet Shingal. Das Volk der jesidischen Kurden stellt dort die Bevölkerungsmehrheit. Es handelt sich um eine monotheistische Religionsgemeinschaft mit  weltweit ca.800.000 Anhängern. Die meisten JesidInnen sind in der Region Shingal beheimatet. Der Vorstoß des IS führte zu einer Massenflucht von hunderttausenden Menschen in die kurdische Autonomieregion im Osten des Irak. Weder die irakische Zentralregierung, noch die kurdischen Peshmerga-Armee konnten anfangs den Vormarsch des IS aufhalten. Innerhalb weniger Tage war also ein ganzes Volk auf der Flucht. Der IS hatte durch Massenexekutionen bewiesen, dass seine Gegner und Andersgläubige mit Ermordung oder Versklavung zu rechnen haben. Mehrere Tausend Frauen wurden versklavt. Sie werden immer noch wie Vieh auf Märkten in Syrien und im Nord-Irak gehandelt. Es wurden tausende  Zivilisten in ihrem Dörfern und Städten umgebracht oder sie sind auf der Flucht ums Leben gekommen.

Spektakulär war Anfang August die Flucht von über 20.000 Menschen, die sich in  das Shingal Gebirge retteten. Es bildete sich dort eine jesidische Widerstandgruppe (HPS), die gemeinsam mit syrisch-kurdischen Milizen (YPG) ihre Menschen im Gebirge vor dem IS verteidigte und sich einen Fluchtkorridor im Norden freikämpfte. Doch nicht alle JesidInnen flohen von dort. Viele Tausende schlossen sich dem Widerstand an und verteidigen bis heute die letzten freien Gebiete im Shingal-Gebirge; darunter die Pilgerstätte Sherfedin am Rande des Gebirges. Sheikh Sherfedin war ein jesidischer Anführer im 13. Jahrhundert, der schon damals als Personifizierung des Widerstandes galt. Die Pilgerstätte ist nun auch im Jahre 2014 zum Symbol des Überlebenskampfes des jesidischen Volkes geworden.

Humanitäre Hilfe ist angelaufen, aber in weit größerem Umfang als bisher notwendig, damit die Flüchtlinge im Nord-Irak den Winter überleben. Den im Gebirge verbliebenen 7000 Zivilisten und 3000 WiderstandskämpferInnen kann angesichts der militärischen Bedrohung nur militärisch geholfen werden. Auch die Peshmerga im Osten und die YPG im angrenzenden Syrien kämpfen heute einen verzweifelten Kampf gegen die bestens ausgerüsteten IS-Truppen. Die westliche Luftunterstützung konnte den Vormarsch des IS zwar aufhalten, aber die Shingal-Region ist weiterhin unter Kontrolle des IS.  Ende Oktober wurde, als erster Schritt zur Rückeroberung von Shingal, die Stadt Zumar durch die Peshmerga erobert. Es wurden dabei die von der Bundeswehr gelieferten Waffen durch Peshmerga-Truppen erfolgreich verwendet.

Die Bundesrepublik Deutschland erkannte frühzeitig, dass eine Einmischung in diesen Konflikt aus moralischen Gründen geboten ist. Diese Art der Hilfe ist in der deutschen Öffentlichkeit offensichtlich umstritten. Fundamentaler Pazifismus ist angesichts der aktuellen Menschenrechtsverletzung im Nord-Irak und Syrien leider wenig  hilfreich. Die westliche Welt hat jetzt die Möglichkeit, das militärische Ungleichgewicht zwischen den Konfliktparteien zugunsten der unschuldigen Verteidiger zu verändern. Wir können die Beendigung dieses Völkermordes nicht Regierungen in der Region überlassen, die bisher weitgehend nur ihre eigenen geopolitischen Ziele im Auge hatten. Die deutsche Waffenhilfe für diesen Konfliktraum kann mit anderen strittigen Waffenexporten der Rüstungsindustrie nicht gleich gesetzt werden. Sie muss als Nothilfe zur Selbstverteidigung des bedrohten kurdischen Volkes gesehen und daher als nicht völkerrechtswidrig betrachtet werden. Das Völkerrecht gebietet eine solche  Einmischung. Deutschland hat die „Konvention zur Bestrafung und Verhütung des Völkermordes“ ratifiziert. Deshalb dürfen wir uns hier und jetzt  nicht der internationalen Solidarität mit den  hilflosen und bedrohten Völkern dieser Welt entziehen. Spekulative Annahmen über den späteren Verbleib der gelieferten Waffen dürfen nicht schwerer wiegen als die erwiesenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Und hier ein aktueller Bericht aus der Region:

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4663242/Die-Massengraeber-der-Jesiden

Zitat

Einbrüche in Häuser und Wohnungen – von Klaus Nussbaum

Liebe Freunde,

nach den Nachrichten sind derzeit jährlich über 149500 Einbrüche in Häuser und Wohnungen in Deutschland zu verzeichnen. Nur 6 % werden aufgeklärt.Der dadurch verursachte Schaden geht in die Milliarden.

Die Polizei ist auch lt. Polizeigewerkschaft völlig überfordert. Rund 16 000 Stellen bei der Polizei wurden in den letzten Jahren abgebaut. Dies und andere Themen haben auch einen Zulauf zur AfD verursacht. Viele Deutsche fühlen sich nicht mehr richtig beschützt. In Bundesländern im Osten bilden sich bereits Bürgerwehren.

Dies alles veranlasst mich einen Leitantrag an die Bundespartei und die Landespartei zu stellen, indem wir mehr Sicherheit fordern. Verstärkt werden muss insbesondere die Anwesenheit der Polizei durch eine Aufstockung der Beamten und Fahrzeuge,  mehr Fahrten durch die Ortschaften, denn wo Polizeipräsenz gezeigt wird, gehen die Einbrüche langfristig zurück. Außerdem halte ich eine Strafverschärfung bei Einbruch und Sachbeschädigungen für notwendig. Das bandenmäßige Vorgehen von Banden aus Osteuropa muss eingedämmt werden. Es ist ein Unding nur durch Aufklärung über Sicherheitsmaßnahmen bei den Bürgern die notwendige Polizeipräsenz zu entschuldigen.

Zitat

Zur Landespolitik – von Jürgen Müller

Für alle, die es noch nicht wissen: Im nächsten Frühjahr – 2016 – sind Landtagswahlen in Baden-Württemberg!
Die SPD geht mit einem “Dreiklang” in diese Wahlen:
“Gute Arbeit” “Zeit für Familie” und “Bildungsgerechtigkeit”.
Irgendwie kommt mir dies bekannt vor. Schön wäre es, wenn dies nicht nur Schlagwörter blieben, sondern die Begriffe mit Leben gefüllt würden. Was versteht Ihr darunter? Gleich mal drei provokante Thesen:

1. “Gute Arbeit” – Ist dies Arbeit die gut bezahlt wird, Spaß macht und Anerkennung bringt? Und wer macht die notwendige Drecksarbeit mit den miserablen Arbeitszeiten und dem gesellschaftlichen Unterschicht – Status?
Wie wäre es, wenn die Arbeit, die Spaß macht, schlechter bezahlt wird und die, die nur Mühe und Frust bringt besser?

2. “Zeit für Familie” – Wenn ich meinen Lebensunterhalt einigermaßen autonom, ohne Hilfe des Staats verdienen möchte, muß ich mich mühen. In den 50er, 60er Jahren war Familienidylle: Vater kommt nach acht (vielleicht auch mal zehn oder zwölf) Stunden Arbeit nach Hause in das wohlgeordnete Haus zu Frau und Kindern. Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder. Vater bringt das Geld. Alles ist glücklich und zufrieden.
Heute ist die Familienidylle: Mutter und Vater kommen nach acht (oder zehn oder zwölf) Stunden Arbeit nach Hause, Die Kinder wurden in Kita, Schule, Hort und sonstwo betreut und sind glücklich und zufrieden. Ein “guter Geist” betreut auf 450.- EUR Basis (oder auch nicht) den Haushalt. Beide idyllischen Bilder sind mir suspekt.

3. “Bildungsgerechtigkeit” – Jeder soll die gleiche Möglichkeit haben, seine Kinder auf teure Privatschulen zu bringen? Für mich gehört zur Bildungsgerechtigkeit , dass jedes begabte Kind, egal ob reiche oder arme Eltern, egal ob Migrant oder Nichtmigrant, ob Männlein oder Weiblein, behindert oder nicht die Möglichkeit erhält, Leistung zu erbringen, seine Talente zu entfalten und sich zu messen. Ich bin der Meinung, dass der Leistungsgedanke in der sozialdemokratischen Diskussion über Bildungsgerechtigkeit vernachlässigt wird.

Ich bitte um möglichst bissige Repliken!