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Zitat

Zur Landespolitik – von Jürgen Müller

Für alle, die es noch nicht wissen: Im nächsten Frühjahr – 2016 – sind Landtagswahlen in Baden-Württemberg!
Die SPD geht mit einem “Dreiklang” in diese Wahlen:
“Gute Arbeit” “Zeit für Familie” und “Bildungsgerechtigkeit”.
Irgendwie kommt mir dies bekannt vor. Schön wäre es, wenn dies nicht nur Schlagwörter blieben, sondern die Begriffe mit Leben gefüllt würden. Was versteht Ihr darunter? Gleich mal drei provokante Thesen:

1. “Gute Arbeit” – Ist dies Arbeit die gut bezahlt wird, Spaß macht und Anerkennung bringt? Und wer macht die notwendige Drecksarbeit mit den miserablen Arbeitszeiten und dem gesellschaftlichen Unterschicht – Status?
Wie wäre es, wenn die Arbeit, die Spaß macht, schlechter bezahlt wird und die, die nur Mühe und Frust bringt besser?

2. “Zeit für Familie” – Wenn ich meinen Lebensunterhalt einigermaßen autonom, ohne Hilfe des Staats verdienen möchte, muß ich mich mühen. In den 50er, 60er Jahren war Familienidylle: Vater kommt nach acht (vielleicht auch mal zehn oder zwölf) Stunden Arbeit nach Hause in das wohlgeordnete Haus zu Frau und Kindern. Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder. Vater bringt das Geld. Alles ist glücklich und zufrieden.
Heute ist die Familienidylle: Mutter und Vater kommen nach acht (oder zehn oder zwölf) Stunden Arbeit nach Hause, Die Kinder wurden in Kita, Schule, Hort und sonstwo betreut und sind glücklich und zufrieden. Ein “guter Geist” betreut auf 450.- EUR Basis (oder auch nicht) den Haushalt. Beide idyllischen Bilder sind mir suspekt.

3. “Bildungsgerechtigkeit” – Jeder soll die gleiche Möglichkeit haben, seine Kinder auf teure Privatschulen zu bringen? Für mich gehört zur Bildungsgerechtigkeit , dass jedes begabte Kind, egal ob reiche oder arme Eltern, egal ob Migrant oder Nichtmigrant, ob Männlein oder Weiblein, behindert oder nicht die Möglichkeit erhält, Leistung zu erbringen, seine Talente zu entfalten und sich zu messen. Ich bin der Meinung, dass der Leistungsgedanke in der sozialdemokratischen Diskussion über Bildungsgerechtigkeit vernachlässigt wird.

Ich bitte um möglichst bissige Repliken!