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Das Ortsgespräch – November 1983

OGNov83kleinDie erste wieder-veröffentlichte Ausgabe der Ortsvereins-Zeitung ist zwar schon 31 Jahre alt, hat aber kaum etwas von seiner Aktualität verloren. Hier kann man sehen, wie fortschrittlich die SPD-Denzlingen schon damals war – eindeutig ihrer Zeit voraus. Viele der umweltpolitischen Forderungen in dieser Ausgabe wurden später umgesetzt: Wyhl wurde nicht gebaut, alternative Energien für Kommunalbauten werden genutzt, Spielstraßen wurden eingerichtet und vieles mehr ist geschehen.

Bedauerlicherweise sind andere Vorschläge und Ideen bis heute noch nicht  in die Realität umgesetzt worden. Die Frage der Verkehrsberuhigung ist heute in vielen Ortsteilen aktueller denn je. Blockheizkraftwerke gelten noch heute als fortschrittlich und ein umfassendes, fortschrittliches, energetisches Gesamtkonzept für neue und alte Stadtviertel wäre auch zukünftig wünschenswert. Der ein oder andere neue Fahrradweg würde auch nicht schaden. Und die Drogenproblematik ist auch nicht geringer geworden. Vielleicht ist es diesbezüglich an der Zeit, neue Lösungsansätze in Betracht zu ziehen.

Ich habe den Eindruck, dass die Partei damals näher an den Menschen dran war. Es gab eine „Disco“, was man heutzutage wohl eher als Party bezeichnen würde. An die Kinder-Flohmärkte in der Aula kann ich mich sogar noch erinnern. Ich hatte vor der Entdeckung dieses historischen Ortsgesprächs über 25 Jahre nicht daran gedacht –  eine unglaublich schöne Kindheitserinnerung. Wir müssen als Partei wieder enger mit allen gesellschaftlichen Gruppen in Kontakt treten, um noch mehr als bisher,  Politik in ihrem Sinne und besonders mit ihnen zu gestalten.  Der Mecker-Scheck in modernem Gewand , vielleicht in Form eines dauerhaften Aushangs mit QR-Code wäre doch mal, als erster Schritt, eine Überlegung wert.

Viel Spass bei der Lektüre !

Hier gehts zur PDF-Datei der Ausgabe November 1983 : Ortsgespäch Nov1983

Zitat

Zur Landespolitik – von Jürgen Müller

Für alle, die es noch nicht wissen: Im nächsten Frühjahr – 2016 – sind Landtagswahlen in Baden-Württemberg!
Die SPD geht mit einem “Dreiklang” in diese Wahlen:
“Gute Arbeit” “Zeit für Familie” und “Bildungsgerechtigkeit”.
Irgendwie kommt mir dies bekannt vor. Schön wäre es, wenn dies nicht nur Schlagwörter blieben, sondern die Begriffe mit Leben gefüllt würden. Was versteht Ihr darunter? Gleich mal drei provokante Thesen:

1. “Gute Arbeit” – Ist dies Arbeit die gut bezahlt wird, Spaß macht und Anerkennung bringt? Und wer macht die notwendige Drecksarbeit mit den miserablen Arbeitszeiten und dem gesellschaftlichen Unterschicht – Status?
Wie wäre es, wenn die Arbeit, die Spaß macht, schlechter bezahlt wird und die, die nur Mühe und Frust bringt besser?

2. “Zeit für Familie” – Wenn ich meinen Lebensunterhalt einigermaßen autonom, ohne Hilfe des Staats verdienen möchte, muß ich mich mühen. In den 50er, 60er Jahren war Familienidylle: Vater kommt nach acht (vielleicht auch mal zehn oder zwölf) Stunden Arbeit nach Hause in das wohlgeordnete Haus zu Frau und Kindern. Frau kümmert sich um Haushalt und Kinder. Vater bringt das Geld. Alles ist glücklich und zufrieden.
Heute ist die Familienidylle: Mutter und Vater kommen nach acht (oder zehn oder zwölf) Stunden Arbeit nach Hause, Die Kinder wurden in Kita, Schule, Hort und sonstwo betreut und sind glücklich und zufrieden. Ein “guter Geist” betreut auf 450.- EUR Basis (oder auch nicht) den Haushalt. Beide idyllischen Bilder sind mir suspekt.

3. “Bildungsgerechtigkeit” – Jeder soll die gleiche Möglichkeit haben, seine Kinder auf teure Privatschulen zu bringen? Für mich gehört zur Bildungsgerechtigkeit , dass jedes begabte Kind, egal ob reiche oder arme Eltern, egal ob Migrant oder Nichtmigrant, ob Männlein oder Weiblein, behindert oder nicht die Möglichkeit erhält, Leistung zu erbringen, seine Talente zu entfalten und sich zu messen. Ich bin der Meinung, dass der Leistungsgedanke in der sozialdemokratischen Diskussion über Bildungsgerechtigkeit vernachlässigt wird.

Ich bitte um möglichst bissige Repliken!

Das Ortsgespräch ist wieder da !

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mit solidarischen Grüßen

Jan Paul Elchlepp